Neben der WM, die natuerlich das Hauptthema bei uns in den letzten Wochen war, war noch einiges mehr los die letzten 4 Wochen…
Anfang Juni machten wir Sonntags einen Abstecher nach Atlantic City, das Spielerparadies der Ostkueste. Die Strandpromenade entlang reihen sich die grossen Casinohotels wie Perlen an der Kette aneinander. In den Casinos wird gespielt, gewuerfelt, gewettet bis zum Umfallen – auch wenn draussen schoenstes Wetter es, verschlaegt es die Amis nicht vor die Tuer. Hier kommt man nicht der Natur, des Strandes oder des guten Essens her – es geht allein darum, so lange wie moeglich im Casino zu bleiben. Einen Vorteil bieten die Casinos: Getraenke (auch alkoholische) sind kostenfrei. Na klar – beschwipst laesst man mehr Geld dort und wird risikofreudiger.
2 Wochen spaeter feierten zwei Mitglieder der WashingtonCrew mit Bertrand, seiner Freundin Sandrine und weiteren Freunden Bertrands in New York sein letztes WE. Es ging in den Club Lotus – in den fruehen Abendstunden ein nobles Thai-Restaurant, zu spaeterer Stunde dann Club. So schlugen wir uns mit exotischen Speisen erst die Baeuche voll, danach gings auf die Tanzflaeche. Gegen 3.30 am rief die Heimat und wir traten den langen Heimweg an. Gegen 5.30 war ich wohl im Bett. Eine Eigenart New Yorker Restaurants/Clubs lernte ich an diesem Abend noch: Tische werden erst zugewiesen, wenn alle Personen, die man erwartet, eingetroffen sind. Kommt jemand 20-30 Minuten zu spaet, kann man sich die Zeit an der Bar vertreiben – einen Tisch bekommt man aber nicht. Naja – ueber diese Eigenart kann man streiten…
Endgueltig verabschiedeten wir Marc und Bertrand eine Woche spaeter bei uns zu Haus mit einem leckeren Farewell-BBQ – Abschiedsgeschenkie inklusive. Fuer die beiden als passionierte in-den-nachmittagsstunden-Tischtennisch-spielende Siemensianer war es wohl das groesste, ein kleines Tisch-Tischtennis-Set geschenkt zu bekommen. Dieses wurde sofort auf dem Wohnzimmertisch ausprobiert und fand schnell weitere Freunde.
Wieder eine Woche spaeter zog es mich samstags spontan mit Stefan an den Strand – bei dem super Wetter mussten wir einfach raus. Und bevor wir uns zuhause langweilen, dann doch lieber in der prallen Sonne am Strand. Ab ging es nach Point Pleasant Beach – ca. 1 h von Princeton entfernt. Bis ca. 18h liessen wir uns die Sonne auf den Bauch scheinen, danach genossen wir noch eine Stunde die einsetzende Daemmerung und schluerften an einem abgetrennten Strandteil ein kuehles perlendes Paulaner. „Abgetrennter Strandteil“ ist desswegen zu erwaehnen, da hier in den USA so ziemlich alles am Strand verboten ist und unter Strafe steht. Man darf nicht seine nassen Badesachen wechseln, Alkohol an den Strand bringen, oder nach Dienstschluss der Lifeguards ins Wasser gehen,…
Am Sonntag darauf rief der Delaware River (575km lang, eingebettet in das Delaware Water Gap). C.a. 2,5 h nordwestlich von Princeton gelegen bietet er die Moeglich zum Kanu fahren, Rafting,… Wir (die WashingtonRoadCrew und Vincent) mieteten ein Raft (so ein dickes Schlauchboot, wie es fuers Rafting genutzt wird) und buchten eine 4-5 Stundentour. Da der Delaware River an diesen Tag Hochwasser hatte, ging es aber ein wenig schneller zu auf dem Wasser wesshalb wir nach 3,5h chilligem Dahertreiben mit strahlender Sonne und einzelner Badeeinlagen in der braunen Hochwassersuppe am Auffangpunkt ankamen und zurueck zur Basis gefahren wurden. Von Rafting, wie man es sich auf einem wilden, reissenden Fluss vorstellt, kann man jetzt nicht wirklich reden, aber es war trotzdem eine schoene, und vor allem unterhaltsame und naturnahe Erfahrung.
Seit kurzem haben wir uebrigens auch eine neue Mitbewohnerin: Antonia (eine Freundin von
Ulla aus Berlin). Auf den letzten Druecker aus London eingeflogen, hat Sie sich direkt prima mit den Eigenarten der einzelnen Washingtoner angefreundet und sich gut eingelebt.
Tja und dann gab es da noch den 4.Juli, fuer die Amis der Nationalfeiertag, fuer uns wohl der traurigste Tag des Jahres. Nach dem Ende des WM-Tuniers fuer die Deutschen hielt der Tag noch ein Abschluss-Geburtstagsfuerwerk in NY bereit. So fuhren wir mit der Subway nach Brooklyn (oestlich von Manhatten auf gegenueberliegender Flusseite) und bestaunten das halbstuendige Feuerwerk. War ganz ok, jedoch fuer den amerikanischen Nationalfeiertag auch nicht so ueberwaeltigend.
Es war also ausser WM noch einiges mehr los hier.
Bilder sind wie immer hier.
