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Mittwoch war mein letzter Arbeitstag, heute mein letzter Princeton-Tag. Gegen 4pm werdeich meinen Mietwagen zum Flughafen Newark bringen und von dort meine lange Reise gen Deutschland antreten. Zuvor moechte ich aber noch die Gelegenheit nutzen, von meinen letzten arbeitslosen Tagen in Princeton zu berichten.

Am Mittwoch bin ich mit Zhanna um 1pm, nachdem ich Siemens verlassen habe, mit Zhanna an die Beach gefahren. Unertraegliche Hitze zwangen uns zu diesem Schritt, da die Klimaanlage von Siemens uns ja nicht mehr zur Verfuegung stand. Am Abend fuhren wir dann mit der WG und unserem Kurzzeithausgast Jun zu einem Chinesen, bei dem es Eichhoernchenfisch, Sushi, Ente und viele andere Koestlichkeiten gab. Danke an Jun fuer die Einladung zu diesem Mahl. Weiterhin durfte ich meine Farewellgeschenke dort entgegen nehmen. Ein Buch mit Panoramaaufnahmen von alten und neuen Baseball-Ballparks weckte meine Freude bis zu dem Gedanken, wie ich dieses 2-3 Kilo-Monster noch im Koffer unterkriegen soll ;-) Habe mich trotzdem sehr darueber gefreut genau so wie ueber das Handsignierte BBQ-Werkzeug. Vielen Dank an Euch!!! Fuer ein bis zwei Verdauungsbierchen ging es dann noch ins Ivy’s. Dort war ich Mittwochs das erste mal in Princeton aus und dort war ich nun Mittwochs das letzte mal in Princeton aus. So schliessen sich Kreise…

Am Donnerstag traf ich ausser Vreni auch noch Stefan im Hause an (der wollte wohl nicht arbeiten, was? Warum bloß?), und so beschlossen wir, der abermals gluehenden Hitze zu entfliehen undeinen unbekannten Strand zu testen. Mit dem entfliehen klappte es nicht so ganz – am Strand zeigte das Thermometer 40°C an. Wenigstens war das Wasser ordentlich kuehl. Wieder daheim hiess es, von Zhanna Abschied zu nehmen. Sie feierte im Nassu Inn in kleiner, geselliger Runde.

Freitags zeigte sich das Wetter dann seit langem mal wieder nicht von seiner besten Seite, und so beschlossen Vreni und ich, uns das Metropolitan Museum anzuschauen. Neben den ueblich Sakrophagen, Inka-Ueberbleibseln und roemischen Tempeln gefiel uns der Modern Art Teil am besten. Die 3 Stunden waren natuerlich bei weitem nicht ausreichend, um alles bis ins Detail zu erkunden (das wuerde wohl eine Woche dauern, so gross ist es), doch reichte es fuer einen schnellen Ueberblick ueber die Weltgeschichte. Am Abend ging es dann weiter mit einer Party der Siemens-Franzosen, auf der auch Brian in seinen Geburtstag rein feierte. Wir verliessen die Party dann wenige Minuten, bevor gegen 1.30 die Polizei aufkreuzte und den Betreibern wegen Ruhestoerung ein Ticket ausstellte – 250$! Tja, so ist dass hier nun einmal… Wieviel das wohl in Franc ist?

Samstag – ein guter Tag, um nichts zu tun, auszuschlafen, Koffer zu packen und letzte Besorgungen zu machen. Dazu kam nachmittags noch eine lange versprochene, mit (teilweiser) Freude erwartete Minigolfpartie. Ich will hier nicht mitteilen, dass ich gewonnen habe, aber Vreni und Stefan wurden Zweiter und Dritter von drei Mitspielern ;-) . Diesem sportlichen Grossereignis folgte dann ein letztes Clubbing in New York. Das Deep empfang und mit einer ‘open Bar’, so dass die ersten 2-3 Drinks, je nachdem, wie schnell man sie trank, for free waren. Genug Motivation, um dann bis in die Morgenstunden das Tanzbein – mehr oder weniger – zu schwingen. Gegen 3.30am verliessen wir den Club, um 5.15am ging unser Zug. Genau! 1.45h Wartezeit in der Penn-Station. Nach einem schnellen Mitternachtsmahl bei unserem kurzzeitigen Freund Roland McD. machte die Penn-Station ihrem Namen alle Ehre und wir legten erstmal ein Nickerchen bis zur Abfahrt ein. 7am war dann Bettgehzeit. Eigentlich viel zu frueh und doch zu spaet…

Letzer Sonntag – fruehes Aufstehen waere eine Kunst gewesen – und ich hatte nie eine 1 in Kunst. Daher fuhren wir erst um 3.30pm nach Point Pleasant Beach, um in den Abend hinein mit Freunden ein letztes mal gemeinsam zu chillen. Tja, Sonne war angenehm, Wasser war warm, Bierchen war lecker, Princetonzeit nun vorbei…

Herzlichen Dank an dieser Stelle an die WashingtonHouseCrew fuer die vielen guten, lustigen, interessanten, feuchtfroehlichen, gemeinsamen Stunden, in denen ich mich stets sehr wohl hier gefuehlt habe – Hauptgrund dafuer waren stets die Menschen, mit denen ich hier zusammen wohnte. Sie gaben mir das Gefuehl, ein zweites zuhause hier zu haben.

Danke Mirjam, Benny, Joerg, Stefan, Martin, Antonia. Ich hoffe sehr, dass wir uns alle mal irgendwo gemeinsam wiedersehen werden…

Das letzte Album wie immer hier.